Montag, 7. Januar 2013

Zuhören


Mein Kollege hat einen Kunden am Telefon.
Zu seiner Entlastung sei vorweg gesagt, dass sich die beiden ganz gut kennen.

Kollege: "Ich würd´s Ihnen ja erklären, aber sie hören mir ja sowieso nicht zu"

BÄÄM!

Donnerstag, 3. Januar 2013

Mal abstauben...

Huch, alles ziemlich verstaubt hier...

Ja, ihr habt recht, ich war wirklich ein bisschen schreibfaul im letzten Jahr. Allerdings gibt es von meinem ehemaligen Brötchengeber leider auch nicht mehr viel zu berichten, weil ich und auch meine Informanten dort nicht mehr arbeiten. Zum Glück :-) Bis auf die üblichen Peinlichkeiten auf der Website und in den Newslettern bekomme ich deshalb nicht mehr viel mit, und ich muss zugeben, dass ich es auch nicht wirklich vermisse.

In der Zwischenzeit habe nun nochmal den Arbeitgeber gewechselt. Diesmal ging die Sache ohne Zwischenfälle über die Bühne, also keine bloggenswerten Eskapaden. Grund für den Wechsel war lediglich die Entfernung zu meinem Wohnort. Die Zeit, die ich täglich auf der Straße gelassen habe, wurde mir einfach zu viel.
Vom Aufgabenbereich her konnte ich prinzipiell nicht klagen, es hatte nur mit Softwareentwicklung nicht besonders viel zu tun. Ich war für den 2nd-Level-Support bei unseren Kunden zuständig und somit der Ansprechpartner, "wenn´s mal klemmt" und kleinere Änderungen bzw. Anpassungen gewünscht wurden.
Insofern hatte ich keine Projekte, in denen ich längere Zeit arbeitete, sondern immer nur Aufgaben, die in der Regel nicht länger als 30 Minuten dauerten. Software-Feuerwehr sozusagen. Nicht jedermanns Sache, mir hat´s aber Spaß gemacht :-)

Bei meiner jetzigen Arbeitsstätte fühle ich mich ausgesprochen wohl, nun habe ich auch wieder Projekte und "meine eigenen" Kunden, für die ich entwickle. Die Entwicklungen reichen von "klassischen" Webseiten über Online-Shops bis hin zu iOS- und Android-Apps. Alles in allem sehr abwechslungsreich und interessant, die zwischenmenschliche Komponente passt auch und von daher gibt es für mich keinen Grund zur Klage.

Auch wenn ich von Vorsätzen für´s neue Jahr nicht viel halte, der aktuelle Zeitpunkt ist einfach eine Steilvorlage: Ich nehme mir vor, in diesem Jahr wieder mehr zu bloggen!

In diesem Sinne: Frohes Neues :)

Dienstag, 28. Februar 2012

Intrusion-Protection in Vollendung

Aufgabenstellung: Versuche, mit möglichst vielen Fremdwörtern den Eindruck zu erwecken, dass du Ahnung von einem Thema hast obwohl du davon überhaupt nichts verstehst.

Da dachte sich mein ehem. Chef offenbar "Challenge accepted!"

Im Ernst: Der Text, den ich auf der Website meines ehem. Arbeitgebers gefunden habe, schafft es in meine absolute All-Time-Hitlist der unbrauchbarsten Beschreibungen.
Ungelogen: Das steht so 1:1 auf der Website.

Haben Sie Ihren Server im Haus? Ist der gesichert? Oder kann sich hier ein Hacker innerhalb weniger Minuten zutritt verschaffen?

Unsere Firewall-Konzepte reichen von der einfachen Single-NAT- Firewall bis zur 4-schichtigen Multiport-Firewall mit automatischem Intrusion-Detect und Reaction für bis zu 4-fach-Gigabit und Primärmultiplex-Standleitungen ins Internet. Mittels unserer High-End- Geräte wird Spyware, Innentäter, illegales Tunneling von Backdoors und selbst ein „Bundestrojaner“ wirksam aufgespürt und auf die Datenlücken reagiert werden. DDos-Angriffe, Malware und Hacking wird ebenso erkannt, wie Keylogger und andere Spyware. 

Die Systeme arbeiten auch mit SSL, SSH oder Sicherheitszertifikaten. Ein System ausgeklügelter Intrusion-Detection-Mechanismen erlaubt durch die integrierte Intrusion-Prevention-Engine auch die Vorgabe von Worst-Case-Actioning. Intrusion-Protection in Vollendung.


Sie haben Ihr Ziel errreicht!

Immerhin: Bei diesem absolut schwachsinnigen Inhalt fällt die miserable Grammatik erstmal gar nicht so sehr auf...

Dienstag, 14. Februar 2012

Firmengetwitter


Twitter ging an mir irgendwie komplett vorbei. Wirklich böse darum bin ich zwar nicht, aber offenbar habe ich den Nutzen davon noch nicht erkannt.

"Mit aller Gewalt mitmachen" wollen vermutlich auch einige Firmen. Anders kann ich es mir nicht erklären, wenn ein Unternehmen alle paar Tage irgendeinen Qutasch postet, nur um dabei einen kryptischen Link unters Volk zu mischen.

Ziel ist offenbar die Neukundengewinnung, die Texte zielen definitiv nicht auf Bestandskunden.
Aber was sollte mich dazu bringen, den Twitter-Kanal einer Firma zu abonnieren, wenn ich deren Produkte nicht kaufen möchte?
Oder von der anderen Seite: Warum sollte ich mich mit Werbe-Tweets überschütten lassen, wenn ich das Produkt bereits gekauft habe?

Kann mir jemand ein Beispiel für eine Firma nennen, die das Netzwerk wirklich sinnvoll verwendet?

Dienstag, 7. Februar 2012

Best Of Newsletter - Part 4

Dass es öfter mal permanent Wortneuschöpfungen seitens meines ehem. Chefs gibt, die es bis in die Newsletter schaffen, ist ja mittlerweile bekannt.

Ebenfalls interessant ist jedoch auch, wenn existierende Worte ad absurdum geführt werden:

Jetzt bei uns: Das neue Flakschiff von $Hersteller!

Donnerstag, 2. Februar 2012

Best Of Newsletter - Part 3

Kunden darf man schon mal als blöd verkaufen - denkt sich offenbar mein ehem Chef.

Ich gebe den Auszug einfach mal unkommentiert weiter:

Preisvergleich und mehr: www.google.de

Donnerstag, 26. Januar 2012

Best Of Newsletter, Part 2

Für kreatives Wortdesign ist mein ehem. Chef ja hinreichend bekannt.
Er hat wieder zugeschlagen:
Unser Hauptaugenmerkmal legten wir auf [...]

Freitag, 20. Januar 2012

Best Of Newsletter, Part 1

Ab sofort werde ich euch in der Reihe "Best Of Newsletter" die - sagen wir - "einzigartigsten" Stilblüten aus den Newslettern meines ehemaligen Brötchengebers präsentieren.

Ich hatte schon länger mit dem Gedanken gespielt, eine solche Rubrik einzuführen. In den meisten E-Mails sind jedoch "nur" Rechtschreibfehler, die eigentlich nicht wirklich bloggenswert sind.
Die heutige Werbung hat mich dann aber doch überzeugt.

Zusammenfassen könnte man das etwa so: "Korrektur lesen ist überbewertet. Lieber blamiere ich mich bei allen Kunden als bei einem meiner Sklaven Angestellten!"
Dabei kommen dann Wortkreationen heraus wie beispielsweise "Inzahlunsnahme". Hier würde schon eine einfache Rechtschreibprüfung Amok laufen, man bräuchte sich nicht einmal innerbetrieblich "blamieren".


 So, aber nun zum ersten echten Zitat:
Video: FULL-HD Twist and Pair Lösung über Cat7 bei uns zum mieten und kaufen.
Twist and Pair? Darf man das frei mit "tanzen und paaren" übersetzen?

Nein, ich denke eher, da kennt jemand seine Produkte einfach nicht und weiß nicht, dass es "Twisted Pair"-Kabel gibt, geschweige denn, was das sein soll...
Um einen Vertipper kann es sich eigentlich nicht handeln, wenn die Bezeichnung gleich drei mal falsch genannt wird.


Und weil´s so schön ist, gleich das zweite hinterher:
Zögern Sie nicht lange und fordern Sie eines unserer Demogeräte mit oder ohne Außendienst an.
Ich hätte gerne ein Gerät mit Außendienst. Einfach nur um zu wissen, wie so ein Gerät aussieht.


Das dritte Beispiel war sicherlich anders gemeint als es geschrieben wurde:
In Verbindung mit hochwertigen, sowie flexible und roadtaugliche Cat7 Leitungen [...]
Die Leitungen gibt es also in 2 Ausführungen: "Hochwertig" und "Flexibel und roadtauglich". Oder etwa nicht? ;-)


...to be continued!

Montag, 28. November 2011

So geht das nicht!

Es gibt Gerüchte, es würde mich noch geben...
Da ist wohl etwas dran :-)

Ich hatte euch versprochen, wieder etwas von mir hören zu lassen.
Dem werde ich nun nachkommen.

Die Gründe meiner beitragslosen Zeit sind vielfältig. Ich hatte selbst viel zu tun, manches wollte ich aus taktischen Gründen einfach nicht zu früh bloggen.
Das hat nichts mit euch "normalen" Lesern zu tun, sondern vielmehr mit denen, um dies sich eine Vielzahl meiner Beiträge dreht. Ich wisst sicher, was ich meine.

Aber nun zur Sache, ihr habt lange genug gewartet ;-)

Wie ihr alle wisst, arbeite ich ja bereits seit geraumer Zeit nicht mehr bei meinem ehem. Arbeitgeber - also dem, über den ich so gerne schreibe :-)
Meine Kündigung hat mein damaliger Chef zwar mit Fassung getragen, er wollte das zu diesem Zeitpunkt sogar dahingehend "schönreden", dass er angeblich ja auch der Meinung wäre, dass ich wohl eine Auszeit bräuchte, usw... blafasel...

Sein Problem bei der Sache: Die ganze Planung war dahin. Die Kündigung kam aus heiterem Himmel, es war deutlich zu merken, dass ihm das gerade überhaupt nicht in den Kram passt.
Um was macht man in der Situation: Richtig. Man wird so richtig zickig.

Einige Monate vor der Kündigung erhielt ich einen Firmenwagen (stattdessen keine Lohnerhöhung, darüber in einem anderen Beitrag mehr). Durch meinen Wegfall wurde das Auto auch nicht mehr benötigt, darum müsse ich es jetzt kaufen - meinte mein Chef zumindest.
Am letzten Arbeitstag habe ich das Auto dann einfach auf den Hof gestellt und die Schlüssel abgegeben. Die Sache war damit für mich erledigt.
Ich hatte noch nie etwas bzgl. des Fahrzeugs unterschrieben, daher sparte ich mir das bei der Rückgabe der Schlüssels auch.

Das Problem: Ich hatte vergessen, meine Arbeitspapiere (Lohnsteuerkarte und Arbeitszeugnis) am letzten Arbeitstag direkt mitzunehmen.
"Nicht so schlimm, kann man ja auch mit der Post schicken" - dachte ich.

Mein ehem. Chef wollte vor der Herausgabe erst ca. 4000 Euro haben, das wäre noch für den Firmenwagen fällig. In einer Tabelle, die über den Status "Schmierzettel" nicht hinauskommt, versuchte er, seine Forderung zu begründen.
Meine Hinweise darauf, dass ich einen Anspruch auf meine Papiere hätte, ignorierte er natürlich.
Selbst die Sekretärin bei meinem neuen Arbeitgeber wurde pampig angemacht - "sonst komme ich ja nie zu meinem Geld. Die Papiere sind mein letztes Druckmittel!", meinte er.

Das Arbeitszeugnis war mir zum damaligen Zeitpunkt herzlich egal, das brauchte ich nicht unbedingt. Die fehlende Lohnsteuerkarte machte unserer Buchhaltung jedoch Sorgen.
Leider konnte ich keine Ersatz-Lohnsteuerkarte beantragen, da ich dafür eidesstattlich hätte versichern müssen, die alte Karte verloren zu haben - das wäre aber gelogen! Schließlich wusste ich genau wo sie ist.
Aber der freundliche Sachbearbeiter der Stadtverwaltung machte mir das Angebot, eine Bestätigung zu schreiben, nach der für mich nur eine einzige Lohnsteuerkarte erstellt wurde.
Das reichte der Buchhaltung aus - somit war das "letzte Druckmittel" wertlos geworden.

Allerdings wollte ich die Sache damit nicht auf sich beruhen lassen, schließlich könnte ich das Arbeitszeugnis später noch brauchen. Und einen Anspruch darauf habe ich - da beißt die Maus keinen Faden ab.
Ich übergab die Sache also meinem Anwalt.

Nach einigem hin und her landete die Sache letztendlich vor Gericht - was ich absolut lächerlich finde. Es ist wirklich traurig, dass wirklich wichtige Verhandlungen wegen so einer Sch**** warten müssen - nur, weil ein Chef meint, seinen ehem. Angestellten noch eine in den Allerwertesten treten zu müssen.

Der Richter scheint jedoch auch nicht so recht von der unternehmerischen Qualität meines ehem. Chefs überzeugt gewesen zu sein, wenn ich seine Aussagen und seine Tonlage und Mimik dabei richtig gedeutet habe:
Richter: So, Herr H******. Sie sind also Geschäftsführer des Beklagten Unternehmens [Firmenname] GmbH & Co. KG...
Chef (strahlt): Ja, genau.
Richter: Ok, die Firma [Firmenname] wird vertreten durch, moment, XYZ Verwaltungs GmbH...
Chef (strahlt noch mehr): Ja, genau.
Richter (verwundert): Von der sind Sie ja auch Geschäftsführer...
Chef (strahlt noch immer): Ja, genau.
Richter (rollt Augen): Aha...
Wie dem auch sei. Was ist denn jetzt mit der Lohnsteuerkarte, warum geben Sie die nicht an Herrn E**** heraus?
Chef: Weil es da noch Forderungen wegen einem Firmenwagen gibt.
Richter: Und? Was hat das damit zu tun?
Chef: Wenn ich die Papiere ´rausgeb, krieg ich das Geld nie!
Richter: Das geht so nicht! Herr E**** hat ein Recht auf seine Papiere.
Chef: Ja, aber was soll ich denn...
Richter: Das ist eine andere Sache, jedenfalls geht das so nicht.

Letztendlich ging es dann noch ein bisschen hin und her, wie das denn alles gewesen ist wegen des Firmenwagens usw...
Die ganze Sache ist ziemlich verworren und undurchsichtig, Fakt ist: Es gibt keinerlei vertragliche Regelung, was die Nutzung des Firmenwagens angeht.
Wir hätten uns daher noch ewig hin und her streiten können, wahrscheinlich hätte ich am Ende sogar Recht bekommen, meinem Anwalt dadurch aber auch seinen Urlaub finanziert.
Aus wirtschaftlichen Gründen haben wir uns dann darauf geeinigt, dass ich einfach 1000 Euro bezahle und die Sache ist damit erledigt.

Der Betrag ist mittlerweile gezahlt, meine Papiere habe ich auch erhalten.
An der Lohnsteuerkarte gab es auch nichts zu beanstanden - damit musste mein ehem. Chef ja auch nichts machen.
Beim Arbeitszeugnis war sogar das Datum falsch (nein, unsere aktuelle Jahreszahl ist nicht 5-stellig...).

Aber dem Arbeitszeugnis widme ich auch noch einen eigenen Beitrag.


I´ll be back ;)

Montag, 5. September 2011

...bald gibt´s wieder was :-)

Nachdem mich mittlerweile mehrfach Anfrage erreicht haben, ob ich denn mal wieder etwas schreiben möchte: Ja, es wird bald wieder etwas zu Lesen geben.

Aktuell befinde ich mich noch immer in einem Rechtsstreit mit meinem ehem. Chef, in den nächsten Tagen steht hierzu die Verhandlung an.
Sobald das Ergebnis feststeht, werde ich euch darüber berichten.

Versprochen ;-)