Mittwoch, 11. Mai 2011

Testsystem

Es ist eigentlich löblich, dass mein ehem. Chef nun auf die Idee gekommen ist, nicht jede Änderung an der Firmen-Website sofort im Live-System durchzuführen.
Das hatte in der Vergangenheit immer wieder zu peinlichen Momenten geführt.
Nun hat er wohl erkannt, dass man verschiedene Dinge zuerst testen sollte, bevor man sie auf die Menschheit loslässt.

Das Live-System erreicht man daher nun unter www.firmenname.de, das Test-System unter firmenname.de

D 'oh

Dienstag, 10. Mai 2011

IMAP? Kenne ich nicht...

Wie einige Leser sicherlich wissen, entwickelt mein ehem. Arbeitgeber unter anderem Software zur Abwehr von Spam. Nein, eigentlich stimmt das gar nicht: Eine völlig andere Firma entwickelt diese Software und wir haben damals lediglich eine Benutzeroberfläche dafür geschaffen.
Jedenfalls hatte es sich mein Chef zur Mission gemacht, andere Firmen in Sachen Internet und insbesondere E-Mail zu beraten. Hierbei ging es z.B. um die eingesetzten Server und E-Mail-Clients.

Wir hatten in der Firma lange Zeit Thunderbird verwendet, jeder war damit auch zufrieden. Jeder, bis mein Chef eines Tages wohl mal wieder Langeweile hatte und sich in den Kopf setzte, ein wenig Verwirrung stiften zu müssen.
Jedenfalls kam er frühs in die Firma und installierte auf jedem PC plötzlich einen völlig anderen Client. Alle mussten fortan mit Dreammail arbeiten.

Der plötzliche Sinneswandel interessierte mich. Also fragte ich, warum denn Thunderbird ab sofort nicht mehr verwendet werden soll. Vielleicht wurde ja eine große Sicherheitslücke entdeckt, von der ich bisher nichts wusste. Hätte ja sein können, dass dadurch der Einsatz in Firmen eine zu große Gefahr darstellt.

Aber nein, es war mal wieder das Übliche:

Chef: "Dreammail lässt die Mails auf dem Server. Deswegen wird das jetzt verwendet. Thunderbird hat die Mails immer runtergeladen und wenn ich ´nen Rechner formatieren musste, waren alle Mails weg"
Ich: "Das passiert eben, wenn man Mail mit dem Steinzeit-Protokoll POP3 lädt..."
Chef: "Nein, Dreammail kann das!"
Ich: "Vielleicht wäre es sinnvoller, einfach IMAP zu verwenden?"
Chef: "Kenne ich nicht. Was soll das sein?"

An dieser Stelle ist mir einfach nichts mehr eingefallen.
Ich verlange echt nicht, dass jeder Mensch weiß, was IMAP ist. Ich verlange aber sehr wohl, dass jemand, der in diesem Metier beraten will, wenigstens weiß, dass es so etwas wie IMAP überhaupt gibt.

Gruß an Oldschool, der von einem ähnlichen Fall berichtet hat :-)

Mittwoch, 20. April 2011

Hängen gelassen

Eine sehr gute Bekannte von mir führt eine Benefiz-Veranstaltung durch, bei der alle Unternehmen einer Stadt teilnehmen können. Jeder soll seinen Teil dazu beitragen, dass die Aktion ein Erfolg wird, der Erlös soll am Ende gespendet werden.

Zum Verständnis dieses Artikels: Mein ehem. Arbeitgeber unterhält u.a. auch einen kleinen Verleih für Veranstaltungstechnik. Mit diesem führt er regelmäßig Beatabende durch.
Meine Bekannte hilft bei diesen eigentlich immer mit, sofern sie Zeit hat. Aufbau, Abbau, als Barpersonal oder im Ausschank - dort wo sie eben gebraucht wird. Oft auch spontan, weil jemand ausgefallen ist... Sie ist eben immer da, wenn man sie braucht :-)
Bekommen hat sie nie etwas dafür, das lief immer unter "Freundschaftsdienst".

Aus diesem Grund fragte sie in ihrer Rolle als Veranstalterin bei meinem ehem. Chef wegen einer passenden Licht- und Tonanlagen nach. Nach dem "Eine-Hand-wäscht-die-Andere"-Prinzip sollte das kein Problem sein.
Hinzu kommt noch, dass er einen kostenlosen Stand aufstellen darf, bei dem er prinzipiell für alle Unternehmensbereiche Werbung machen kann.

Nun ruft mich meine Bekannte heute an und erzählt mir - mit deutlich enttäuschter Stimme - , dass mein ehem. Chef ihr abgesagt hat. Mit irgendwelchen fadenscheinigen Ausreden, von wegen "lohnt sich nicht", "Treppe ungünstig" oder "Equipment zu hochwertig".
Sprich: Er hat keinen Bock auf so eine Veranstaltung, bei der er nichts verdient.

Das ist also der Dank für ihre permanente Einsatzbereitschaft.
Genau so habe ich meine Ex-Chefs in Erinnerung und eigentlich habe ich nichts anderes erwartet. Selbst die Taschen aufhalten, das können sie. Aber wehe, es möchte mal jemand etwas zurück haben.

Freitag, 8. April 2011

Spaß mit Telekom

Ja, es gibt mich noch ;-)
Ich bin momentan zeitlich nur ein wenig eingeschränkt, da gerade ein Umzug ansteht und noch dies und das zu erledigen ist.

Da Kabel Deutschland mich an meiner neuen Adresse nicht mehr versorgen kann, bin ich leider gezwungen, den Provider zu wechseln. Da ich gegen den Arbeitgeber von Marcell Davis eine natürlich Abneigung habe, habe ich für das megantafarbene T entschieden.
Ob das nun die ideale Entscheidung war, sei dahingestellt, ich denke es ist am Ende die Wahl zwischen Pest und Cholera.

Wie dem auch sei, am 22.03.2011 habe ich online eine Bestellung aufgegeben.
Hierbei habe ich die Optionen "Abweichende Lieferanschrift für Ihre Geräte (z.B. Telefon, Router, Netzabschlussgerät) eintragen" sowie "Abweichende Rechnungsanschrift eintragen" genutzt.
Als Lieferanschrift habe ich meinen Arbeitsplatz angegeben, die Rechnungsanschrift lautete auf meine (noch) aktuelle Anschrift.
Der Eingang meines Auftrags wurde mir per E-Mail bestätigt.

Nachdem ich seitdem bis heute nichts mehr vom T gehört habe, habe ich per E-Mail nachgefragt, wie das denn nun ausschaue. Ich kann mich schließlich mangels Kundennummer noch nicht einmal über den Status meiner Bestellung informieren.
Als Antwort erhielt ist lediglich die Aufforderung, mich doch bitte mit meiner Kundennummer zu melden. Danke auch.

Also meldete ich mich telefonisch, vielleicht klärt sich ja dann alles auf.
Die Dame am Telefon gab dann schließlich zur Auskunft, dass die Auftragsbestätigung sowie der Splitter und die Zugangsdaten an die Adresse des Neuanschlusses gesendet würden. Das sei immer so, und daran könne man auch nichts ändern.
Meine Frage nach dem Sinn der Lieferanschrift konnte sie nicht beantworten.
Weiters meinte Sie, das muss so sein, wegen Datenschutz und so...

Ok, ich kombiniere: Ich ziehe von einer Wohnung in eine Andere. Aus Datenschutzgründen sendet T mir meine Zugangsdaten nicht an die Adresse, an der ich aktuell wohne, sondern an die Adresse, an der momentan möglicherweise eine völlig fremde Person lebt. Daumen hoch!

Ich bin gespannt, ob ich am 15.04.2011 wie geplant Internet habe.

Freitag, 18. März 2011

Neuer Mitarbeiter gesucht - aber wofür eigentlich?

Eigentlich läuft die Einstellung von neuen Mitarbeitern doch dem Schema ab, dass ein bestimmtes Pensum an Arbeit angefallen ist oder anfallen wird.
Sprich: Man stellt jemanden ein, weil man Arbeit für ihn (oder sie) hat bzw. erwartet.

Nun finde ich in den regionalen Stellenanzeigen folgendes:
Mitarbeiter gesucht für YXZ
400 Euro, Teilzeit oder Vollzeit möglich

Wer es sich noch nicht gedacht hat: Ja, mein ehem. Arbeitgeber ;-)

Ok, sehen wir einmal davon ab, dass die Formulierung etwas ungünstig ist.
Man könnte das prinzipiell so verstehen, dass eine Teil- oder Vollzeitstelle mit 400 Euro bezahlt würde, aber davon ist eigentlich nicht auszugehen.

Ich verstehe das eher so, dass der neue Mitarbeiter sich zwischen den 3 angebotenen Optionen entscheiden kann.
Das wiederum würde bedeuten, dass der Betrieb eigentlich überhaupt nicht weiß, was er denn beschäftigen möchte.

Wenn nun Arbeit für 2 Stunden täglich anfällt und hierfür eine Vollzeitkraft eingestellt wird: Was macht die Person für den Rest des Tages?
Oder anders herum: Wenn die Arbeit 8 Stunden täglich füllt, der Mitarbeiter jedoch nur für 2 Stunden bezahlt wird... was dann?

Mittwoch, 16. März 2011

Ich sehe nix, ich höre nix, ihr seid gar nicht da... la la la

Heute kam ein Einschreiben zurück, welches ich an meinen ehem. Chef geschrieben hatte.
Der Brief lag nun mehrere Wochen auf der Post und wurde nicht abgeholt.

Für mich bedeuted das, das der Herr überhaupt kein Interesse daran hat, die bestehenden Probleme zu lösen.
Vielmehr versucht er, alles einfach weg zu ignorieren.
Leider wird das nicht funktionieren.

Wenn jemand, der sich "Geschäftsmann" nennt, schon die Vogel-Strauß-Methode anwenden muss, weil er seiner Probleme nicht mehr Herr ist, dann sollte man langsam darüber nachdenken, ob das alles überhaupt noch einen Sinn ergibt.

Dienstag, 15. März 2011

Überstunden

Bei vielen Projekten kann es passieren, dass es zu zeitlichen Engpässen kommt, je weiter man sich dem Ende nähert.
Oftmals sind daran Dinge schuld, die man vorher nicht wissen konnte oder vergessen hat. Das ist eigentlich nichts ungewöhnliches.

Wenn solche Engpässe bewusst in Kauf und sogar provoziert werden, sieht die Sache schon wieder ganz anders aus. Werden Überstunden bereits in die Planung mit aufgenommen, so kann das Projekt eigentlich nur explodieren.

Und so geschah es, dass mein Chef den Einfall hatte, eine Werbebroschüre über sein Produkt erstellen zu lassen. Natürlich sollten darin die neuesten Features aufgeführt sein, schließlich will man ja up-to-date sein.
Was tut man also: Richtig! Man überlegt sich, welche Features man sich als nächstes wüscht und geht noch vor Beginn der Planung und Entwicklung zum Grafiker und fordert bei diesem Screenshots dieser zukünftigen Features an.

Wenn dieser dann entgegenet, dass er aufgrund mangelnder Existenz des Programmteils auch keine Screenshots liefern könne, dann liegt das ganz bestimmt nur daran dass er sich noch keine Gedanken gemacht hat.

Wie dem auch sei, der Grafiker musste sich eben Gedanken machen, wie Modul XY später aussehen könnte. Diese Idee wurde dann in die Broschüre aufgenommen und so dargestellt, als sei das alles bereits fertig.

Als der Godfather of Projectmanagement dann jedoch verlangte, dass die beworbenen Programmteile bei Auslieferung der Broschüre auch fertig sein müssen, begann eine Zeit, in der mehrere Personen ihren Wohnsitz auch in die Firma hätten verlegen können.
Fast 4 Wochen lang wurde jeden Tag gearbeitet. Pro Tag arbeitete jeder mind. 12 Stunden, denn eigentlich war das geforderte überhaupt nicht machbar. Das war zu dieser Zeit jedoch ziemlich egal, denn die Wirtschaftskrise war in vollem Gange und man tat eben alles, um seinen Job zu behalten.
Teilweise waren wir bis zu 16 Stunden im Betrieb und gaben alles, um die Vorgaben zu erfüllen.

Als die Broschüren in die Auslieferung gingen, war der Großteil der Aufgaben erledigt und die Belegschaft am Ende. Mein Chef war sogar zufrieden. Zumindest für kurze Zeit.

Ab dieser Zeit wurden wieder normale Zeiten gearbeitet, die Überstunden des letzten Monats durfte jeder Mitarbeiter unter der Rubrik "Die gute Tat" ablegen.
Nach einer Woche stand dann die wöchentliche Besprechung an.

Chef: Ich muss allen Mitarbeitern ein Lob aussprechen. Ich hatte schon fast die Befürchtung, dass nicht alles in der Frist fertig wird.
Allerdings lief die letzte Woche nicht so toll. Ich hatte vorgesehen, dass das Modul 0185 fertig wird.
Daher ordne ich für diese Woche Überstunden an, und zwar wird in dieser Woche jeder Mitarbeiter täglich 1 Stunde länger arbeiten. Ich habe das mit unserem Anwalt bereits geklärt, und er meint, dass 1 Stunde täglich durchaus zumutbar...

An dieser Stelle platzte mir der Kragen.

Ich: Wenn du das machst, hast du morgen meine Kündigung auf dem Tisch. Die ganze Abteilung reißt sich ihren verdammten Arsch auf, bloß weil du Dinge bewirbst, die es überhaupt nicht gibt.
Wir haben teilweise das doppelte unserer täglichen Arbeitszeit geleistet und bekommen dafür noch nicht einmal einen Ausgleich.
Du hast die Wahl!

Er hat es dann - zum Glück - gelassen.

Samstag, 12. März 2011

17 Zoll reicht!

Entwickler mögen es gerne groß. Gerade wenn es um Monitore geht.
Ich persönlich habe 2 x 23" vor mir stehen und möchte das auch nicht mehr missen.

Da ich in meinem Büro nur einen uralten 17"-CRT hatte, versuchte ich meinen Chef davon zu überzeugen, dass man diesen Zustand doch eigentlich einmal verändern könnte.
Immerhin flackerte der Monitor mittlerweile ziemlich nervig und in unregelmäßigen Abständen entmagnetisierte er sich ohne Vorwarnung selbst. Brrrzzzzz.

Einen neuen Bildschirm gab es jedoch nicht. Zumindest nicht für mich. Stattdessen brachte Cheffe seinen 19"-TFT von Zuhause mit und kaufte sich selbst einen Neuen.

Na gut, dann eben nicht. Immerhin hatte ich zwei Zoll mehr als vorher.
Lockerlassen wollte ich aber noch nicht. Darum fragte ich vorsichtig nach einem 2. Bildschirm.
Chef: Der 17-Zöller ist doch jetzt frei, den kannst du doch nehmen.
Der reicht sowieso! Wenn ich dir einen größeren hinstelle, dann machst du am Ende alles so groß, dass die Kunden mit kleineren Bildschirmen das nicht verwenden können.
Nein, du kriegst nix größeres!

Oh mann... aber was soll's, besser als nichts. Brrrzzzzz.
Doch ich hatte mich zu früh gefreut, denn die Grafikkarte verfügte über lediglich einen Ausgang.
Da meine Frage nach einer neuen Karte im Keim erstickt wurde, brachte ich eine aus meinem Privatbestand mit.
Somit konnte ich wenigstens eine Zeit lang mit zwei Monitoren arbeiten.
Diese Zeit endete mit dem Überspannungstod meiner (privaten) Grafikkarte. Ersatz - wäre schön gewesen. Egal.

Fortan arbeitete ich wieder mit einem Bildschirm.
Das ging so lange, bis der Chef mir höchstpersönlich an meinem Rechner etwas zeigen wollte und sich auf meinen Stuhl setzte.
Chef: *klick*
Chef: ...
Chef: Boah, das dauert ja ewig bei dir
Ich: Ach...
Chef: Ist dein Rechner immer so langsam?
Ich: Das sage ich seit einem Jahr!
Chef: Und der Monitor... der flimmert ja voll!
Ich: Auch darüber habe ich mich vor gefühlten 10 Jahren bereits beschwert.
Chef: So könnte ich nicht arbeiten.
Ich: Ich auch nicht. Aber mir glaubt ja offensichtlich keiner.

Meinem Rechner konnte man die Gemütlichkeit nicht verübeln, der hatte immerhin schon 11 Jahre auf dem Buckel. Für Büro-PCs ein biblisches Alter.
Aber nun waren seine Tage gezählt, denn er wurde er durch ein gerade einmal 4 Jahre altes Gerät ersetzt, das seine Majestät bei einem PC-Schrotthändler IT-Remarketing-Unternehmen erstanden hatte.

Alles andere hätte mich auch gewundert.

Mittwoch, 9. März 2011

Ruf dort an!

Der Webshop der Firma Quick & Dirty lief nicht besonders gut. Eigentlich lief er überhaupt nicht. Das könnte z.B. daran gelegen haben, dass im Shop keine Preise angezeigt wurden und eine Bestellung schlicht unmöglich war.
Das war von den meinen beiden Chefs so gewollt. Um Kunde werden zu dürfen solle gefälligst anrufen um den Preis zu erfahren.
Nur war das der gesamten Welt einfach zu doof und so kauft der einfache Kunde eben lieber bei der Konkurrenz.

Natürlich gefiel das meinen Chefs gar nicht und so ordnete einer der beiden an, dass ALLE Mitarbeiter täglich mindestens 10 potentielle Kunden anrufen müssen.
Ich erwiderte, dass ich als Softwareentwickler angestellt bin und nicht als Telefon-Schmarrkopf. Und was ich überhaupt von Kaltakquise halte will sicherlich sowieso kein Mensch wissen.

Doch er bestand weiterhin darauf: JEDER ruft täglich 10 Firmen an.

Dass das den Arbeitsablauf eines Entwicklers leicht beeinträchtigt, wird sich sicher jeder denken können.
Ebenso ist es eine prima Motivation, während einer kreativen Phase jemanden anzurufen, sich von ihm eine Abfuhr abzuholen, was mir denn einfällt, "wegen so einem Scheiß" anzurufen und dass ich ihn bloß nicht mehr nerven soll und und und... Hach, so macht das Spaß ;-)

Mit dem verkäuferischen Talent eines Softwareentwicklers - gepaart damit, dass er keine Ahnung von den verkauften Waren hat - lässt sich bestimmt jeder Fachmann dazu bewegen, zukünftig nur noch bei Quick & Dirty zu kaufen.
Wenn man sich beim kleinsten Hauch einer Rückfrage seitens des potentiellen Kunden geschlagen geben muss, will dabei einfach kein gutes Gefühl entstehen. Weder auf der einen, noch auf der anderen Seite.

Der Kostenrechnung dieser Aktion mangelte es höchstwahrscheinlich auch an Existenz. Anders lässt sich zumindest nicht erklären, dass das Ganze wie beschrieben durchgeführt wurde.

Beispielrechnung:
10 Anrufe x 5 Minuten pro Anruf = 50 Minuten / Tag

Wenn man die Zeit mit einrechnet, dass man aus seiner Arbeit heraus und später wieder hinein muss, kann man das getrost auf 1 Stunde aufrunden.
Eine Stunde, in der eigentlich nichts gemacht wird. Denn das Ergebnis war: Nichts.

Das ganze sollte von 5 Mitarbeitern durchgeführt werden, was somit heißt, dass 5 Stunden eigentlich nichts effektives gearbeitet wurde.

Das Thema hat sich innerhalb von wenigen Wochen zum Glück von selbst erledigt.
Es hat irgendwann einfach niemand mehr gemacht.

Sonntag, 6. März 2011

Äpfel statt Lohn

Kind: Papi, ihr habt doch auf deiner Arbeit den Kindern Äpfeln geschenkt!
Vater: Ganz recht mein Sohn. Wir haben dafür gesorgt, dass ihr in der Schule jeden Tag einen leckeren Apfel essen könnt!
Kind: Hey, das war sooo toll!
Vater: Ich weiß, mein Kind.
Kind: Aber das war doch bestimmt ganz dolle teuer, oder?
Vater: Nun, den einen oder anderen Euro hat das schon gekostet. Aber für Papi ist das doch kein Problem, mein Sohn. Da behält er einfach den Dezember-Lohn von einem Verkäufer, dann sind die Äpfel schon viiiiieeel billiger.
Kind: Ach sooooo! Das ist ja raffiniert! Ich will weiter Äpfel essen!
Vater: Dann behalten wir einfach auch noch die Prämie für die betriebliche Altersvorsorge eines anderen Mitarbeiters, und schon kannst du ganz viele Äpfel essen!
Kind: Ach Papi, du bist einfach der Beste!
Vater: Ich weiß, mein Sohn.

So oder so ähnlich könnte sich die Geschichte zugetragen haben...