Montag, 11. Februar 2013

Medienbruch

Was bewegt Menschen eigentlich dazu, auf eine E-Mail meinerseits zu antworten, indem sie mir eine SMS senden?

Hierbei später eine gesamte Konversation zu rekonstruieren kann sich dabei zu einem sehr interessanten Suchspiel entwickeln. Bei kleinen privaten Gesprächen ist es zugegebenermaßen auch meist egal ;-)
Wenn ich aber beispielsweise einen Kunden per E-Mail frage, ob er sich für Lösung A oder B entscheidet, dieser mir dann per Skype mitteilt, dass er gerne Lösung B mit diesen und jenen Änderungen haben möchte, ich ihm diese Wünsche dann wieder per E-Mail bestätige (weil das einfach der vereinbarte Kanal ist) und er mir anschließend eine SMS schreibt, dass das so in Ordnung ist... uff...

In dem Moment ist das normalerweise kein Problem, weil beide Seiten noch wissen worum es geht. Tricky wird´s dann, wenn einige Tage später eine Frage aufkommt und einer dem anderen nachweisen muss, wie etwas vereinbart war - oder eben nicht.

In der IT nennt man dieses Vorgehen Medienbruch. Teilweise lässt es sich einfach nicht vermeiden, teilweise ist es sogar erwünscht.
Nicht vermeiden lässt es sich z.B. dann, wenn Dokumente per E-Mail versendet werden und unterschrieben zum Absender zurück geschickt werden müssen. Hierbei wird aus der E-Mail (zumindest vorübergehend) zwangsläufig Papier werden.
Ebenso lässt es sich nicht vermeiden, wenn eine schriftliche Bestellung in ein ERP-System gepflegt wird oder postalisch zugestellte Dokumente in ein DMS (Document-Management-System) übernommen werden.

Gewollt ist ein Medienbruch dann, wenn er zur Sicherheit einer Anwendung beiträgt. So werden Online-Zugangsdaten teilweise per Post oder SMS versendet, was einem Angreifer das Abfangen selbiger erschwert.

Ich habe mir angewöhnt, in meiner E-Mail dann immer nochmal den Inhalt meines Gesprächspartners zusammenzufassen.

Welche Lösung habt ihr für das Problem? Ignoriert ihr Nachrichten auf dem falschen Kanal womöglich komplett oder schubst ihr das Gegenüber freundlich auf den richtigen Weg?
Ich bin gespannt :-)

Kommentare:

  1. Medienbruch? Nein, nicht aus seiner Sicht. Sein Telefon präsentiert ihm das alles als ein Medium.

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  2. > den Inhalt meines Gesprächspartners zusammenzufassen

    Das klappt aber nicht immer, ohne ausfallend zu werden, oder?

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    1. Wenn er bereits ausfallend war, gehört das zur Zusammenfassung ;)
      Im beruflichen Alltag (ja, auch da kommt sowas vor) ist davon aber im Allgemeinen natürlich eher abzuraten...

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