Dienstag, 15. Februar 2011

Du oder ich?

Nach einer der lustigen Morgenbesprechungen zitierte mein Chef mich in sein Büro und teilte mir mit, dass er gerne jetzt mit mir spazieren gehen würde.
Das klingt an dieser Stelle komisch, allerdings wurden bei uns hin und wieder tatsächlich verschiedene Dinge bei einem Spaziergang besprochen. Ich finde das auch nicht schlimm, im Gegenteil, die Gegend, in der ich gearbeitet habe, ist sehr schön und warum sollte man sich in ein stickiges Büro setzen, wenn draußen das schönste Wetter ist und man zum Reden ohnehin keinen Rechner braucht?

Lange Rede, kurzer Sinn: Wir gingen also nach draußen.
Es folgte eine Besprechung, über deren Sinn ich noch heute an rätseln bin. Eigentlich war es nur belangloses Gefasel. Mein Chef hangelte sich irgendwie von Frage zu Frage und brachte die unterschiedlichsten Themen auf den Tisch.
Im Laufe des Gesprächs kamen dann auch Themen auf, die etwas mit dem Betrieb zu tun hatten.
Dabei ging es z.B. darum, wie man den Zusammenhalt in der Firma stärken könne, welche Dinge momentan am meisten belasten oder was meine Wünsche und Ziele für die nächsten Monate sind.

Als ich dann 2 Monate (!) später meinem Chef die Kündigung überreichte, sagte er
Ich wollte dir damals bei unserem Spaziergang schon mitteilen, dass wir dir kündigen möchten.

Is klar. Woran lags, dass es nicht dazu kam? Keinen Arsch in der Hose gehabt?
Wie erklärt es sich, dass man mir trotzdem noch neue Projekte geben will?

Ist nun aber auch egal :-)

Kommentare:

  1. Kann auch sein, dass er die "Blamage", dir nicht vorher gekündigt zu haben, noch abwenden wollte (sowas in der Art).
    Jedenfalls macht dein Ex-Chef ein ziemlich uneinheitlichen Eindruck.

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  2. Erst um den heißen Brei brabbeln und dann am Ende sowas?

    Ich glaub ich hätte nicht gewusst ob ich heulen oder lachen sollt :)

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